Dog Frisbee lernen für Anfänger: Hundefrisbee Scheiben

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Du und Dein Hund, ihr seid ein tolles Team? Ihr seid mit Begeisterung an der frischen Luft? Dein Hund ist ein echtes Powerpaket, möchte aber auch geistig gefordert werden? Und Du bist auf der Suche nach einem Hundespielzeug, das dementsprechend geschickt Spiel, Spaß und Sport miteinander verbindet? Wie wäre es dann mit Dog Frisbee lernen? Mit den richtigen Wurftechniken und dem passenden Wurfspielzeug kommt garantiert schnell Abwechslung aufs Grün!

Was Du in diesem Artikel lernst:

  • Wie funktioniert Dog Frisbee?
  • Worauf musst Du beim Dog Frisbee Training achten?
  • Welche Scheiben sind dafür die Richtigen?
  • Welche verschiedenen Disziplinen gibt es beim Hundefrisbee Sport?

Was ist Dog Frisbee?

Wenngleich Du es vielleicht vermuten möchtest, ist Hundefrisbee / Discdogging wie das Dog Frisbee ebenfalls genannt wird, keine ganz neue Sportart. Schon vor mehr als 30 Jahren kam der Frisbee-Spieler Alex Stein auf diese Idee. Der Grund: Sein Hund Ashley Whippet zeigte sich von den Wurfscheiben ähnlich begeistert wie er. Und warum da nicht das Schöne mit dem Nützlichen verbinden? Eben! Inzwischen existieren gerade in Amerika offizielle Ligen, in denen Profi Hundefrisbee gespielt wird.

Aber natürlich ist der professionelle Sport beim Dog Frisbee lernen keine Hintergrund-Pflicht. Stattdessen darf es gerne erst einmal und auch anhaltend um den Spaß am Spiel gehen. Nicht alle Frisbee-Spieler*innen haben wirklich hochtrabende Ambitionen und das gilt auch für ihre Hunde. Insofern erst einmal die Disc flachhalten und langsam anfangen. Auf diese Weise siehst Du am besten, was geht und wo das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Allerdings kann das Discdogging schon ein gewisses Suchtpotenzial mit sich bringen. Dabei ist es vom Prinzip her ziemlich einfach. Du wirfst eine spezielle Hundefrisbee Scheibe und Dein vierbeiniger Liebling schnappt sie im Flug und bringt sie dir zurück.

Zugegeben, das klingt im ersten Moment ganz easy. Gleichzeitig setzt es viel Timing und Können auf Seiten des Menschen und des Hundes voraus. Jedenfalls dann, wenn es mehr als nur ein schlichter Wurf und Schnapp sein soll. Welche Tricks und welche Ausführung ihr im Einzelnen verstärkt trainieren wollt, zeigt sich bestimmt im Laufe der Zeit. Natürlich gibt es im Verlauf des Artikels einen kleinen Vorgeschmack auf die verschiedenen Ideen und Techniken. Allerdings möchte ich Dir erst einmal verraten, warum es sich wirklich lohnt, das Discdogging einmal auszuprobieren.

Lukas zeigt uns Hundefrisbee

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Was macht Hundefrisbee so spannend und lohnenswert?

Grob zusammengefasst lassen sich hier drei Aspekte anführen…

  • Die Mensch-Hund-Verbindung wird gefestigt. Schließlich lernt Dein Hund, auf Dich sowie Deine Fähigkeiten und Kommandos zu vertrauen. Dafür übst Du Dich im Gegenzug darin, Dich in den richtigen Momenten klar auszudrücken. Das Ergebnis: Eine gute Teamleistung, die sowohl Dich als auch Deinen Hund glücklich macht.
  • Der Fitness-Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Logisch, in Bezug auf den Hund ist das natürlich sofort erkennbar. Schließlich stehen eine große Portion Laufen, Stoppen, Richtungswechsel und Sprünge auf dem Programm. Das fordert alle Muskeln und hält dementsprechend fit. Doch auch Du wirst Dich wundern. Denn mit An-einer-Stelle-Stehen-und-ab-und-an-eine-Disc-Werfen ist es nicht getan, wenn Du Deinem Hund Frisbee beibringen willst. Gerade am Anfang wirst Du sicherlich viel unterwegs sein, um eine liegen gebliebene Scheibe aufzusammeln …
  • Ein kluges Köpfchen ist ebenso gefragt wie kräftige Beine. Es kann einem Hund schon einiges abverlangen, auf ein plötzliches Kommando genau richtig und vor allem schnell zu reagieren. Klarer Fall von „Übung macht den Meister“. Aber wer weiß, vielleicht entwickelt ihr zwei im Laufe der Zeit ja telepathische Fähigkeiten?!

Kurz gesagt: Es ist der Abwechslungsreichtum, der das Dog Frisbee lernen ansprechend macht. Durch die unterschiedlichen Herausforderungen und immer neuen Situationen wird es Dir und Deinem felligen Liebling bestimmt nicht langweilig. Und das ist doch beim Hundesport schon einmal die halbe Miete, oder?


Für welche Hunde eignet sich Dog Frisbee?

Viele Hunde begeistern sich für Hundefrisbee – und dabei kommt es nicht darauf an, ob sie besonders klein oder groß sind. Ob Jack Russell oder Deutsch-Drahthaar muss da nicht unbedingt den Unterschied zu machen. Dennoch solltest Du einige Dinge berücksichtigen.

Fürs Discdogging muss der Hund ausgewachsen sein

Das bedeutet (je nach Rasse): Die ersten 18 Monate oder noch ein wenig länger kein Training. Schließlich möchtest Du seine Gelenke und Knochen ja nicht unnötig durch zu frühe Sprung- und Landemanöver schädigen. Von daher: Erst einmal einen gesunden Aufbau des Skeletts abwarten und Muskeln und Co. anderweitig kräftigen und anschließend unbeschwert durchstarten.

Große und schwere Hunde, die zu Hüftleiden neigen, sind nicht die besten Kandidaten

Auf sie trifft etwas Vergleichbares wie auf die Welpen zu – wenn auch die Ursachen andere sind.

Bekommt Dein Vierbeiner ausreichend Luft?

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig. Aber wenn Du Dir einen Mops oder andere kurzschnauzige Hunde einmal genauer ansiehst … wird es schnell logisch, dass Kurzatmigkeit bei einer intensiven Sportart nicht unbedingt der beste Helfer ist. Das heißt jedoch nicht, dass ein Mops per se nicht Hundefrisbee-tauglich ist! Schließlich bietet sich sein Knochenbau ansonsten durchaus dafür an.

(Klicken um Infografik zu vergrößern)

Dog Frisbee lernen - Infografik

Diese Infografik steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY. Sie darf bei Nennung bzw. Verlinkung der Quelle gerne verwendet werden.

Dein Hund darf nicht ausflippen

Einige Hunderassen wie Border Collie neigen trotz ihrer ansonsten hervorragenden Eignung für diesen Hundesport dazu, kein Ende zu finden und irgendwann quasi am Rand zu drehen. Das muss natürlich nicht in jedem Einzelfall so sein. Achte dennoch darauf, mit Deinem Hund nur so lange zu spielen, wie es ihm gut tut und wie ein Ende möglich ist.

Fazit

Dog Frisbee lernen bietet sich für erwachsene, nicht zu schwere Hunde ohne Atemwegs- und Hüftprobleme an. Sofern Du Deinen Hund vor dem Einstieg ins Training einem Tierarzt-Check unterziehst und dieser sein Okay gibt, steht eurem Training nichts mehr im Wege. Den Hund zu fordern ist dabei völlig in Ordnung – es sollte nur keine Überforderung entstehen. Insofern praktisch, dass es beim Discdogging keine starren Vorgaben gibt. Dadurch kannst Du die Übungen passgenau auf Deinen felligen Kumpel zuschneiden und ihr seid beide zufrieden.


Welche Scheibe fürs Dog Frisbee lernen?

Dass die Sportart Hundefrisbee heißt, liegt nicht nur daran, dass Dein Hund einer der Hauptakteure dabei ist. Auch die Hundefrisbee Scheibe* selbst ist an die körperlichen Bedürfnisse des Tieres angepasst und deswegen einer ’normalen‘ Disc immer vorziehen. Schwere Frisbees aus Hartplastik, mit Löchern, Speichen oder anderen Vorrichtungen greifen die Zähne des Vierbeiners an. Zudem können sie bei zu festen Bissen splittern oder beim nicht ganz richtigen Gepackt-Werden Zähne zum Brechen bringen. Keine schöne Vorstellung, oder? Und ganz leicht vermeidbar, indem Du geeignetere Frisbees verwendest. Hier einige Aspekte, die bessere Modelle auszeichnen:

  • Materialien: Gummi (Naturkautschuk), Silikon, Weichplastik oder Stoff. Gerade für Hunde, die anfangs noch recht fest zupacken, empfehlen sich bissfeste Gummischeiben wie die von Kong oder Trixi. Sobald sich das mit ein wenig Training verbessert, lohnen sich auch Weichplastik-Scheiben, die noch besser fliegen.
  • Größe: Discs für kleine Hunde verfügen meist über 15 bis 18 cm Durchmesser und ein Gewicht von etwa 70 Gramm. Größere Hunde spielen am besten mit 22 bis 24 cm Durchmesser-Frisbees, die gut 110 bis 150 Gramm Gewicht mitbringen.
  • Zusätzlich clever und motivierend: Hundefrisbee-Discs, die schwimmen können oder mit Futter gefüllt werden …
Dog Frisbee Scheibe
Dog Frisbee Scheibe*

Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Wer mehrere Scheiben zur Verfügung hat, muss anfangs nicht immer die einzige Disc durch Selbstlaufen zurückholen, wenn der Hund sie nicht gleich wie gewünscht apportiert hat. 😉


Hersteller von hochwertigen Dog Frisbee Scheiben

Unkaputtbare Hundefrisbee aus weichem Silikon
Unkaputtbare Hundefrisbee aus Silikon

Bei der Auswahl der Dog Frisbee Scheiben schlägt die Qualität eindeutig den Preis. Deswegen solltest Du nicht am falschen Ende sparen. Unkaputtbar und für Hundezähne geeignet soll ja wirklich unkaputtbar und für Hundezähne geeignet sein. Von daher: Hände weg von ungeprüften und unbekannten Marken. Hersteller, auf die Du Dich hingegen verlassen kannst, sind unter anderem…

Dank ihrer Spezialisierungen und der großen Auswahl in den jeweiligen Sortimenten sind garantiert für euch passende Discs dabei und ihr könnt guten Gewissens zum Spielen auf die Wiese gehen.


Wo kann man Dog Frisbee spielen?

Apropos auf die Wiese gehen: Ein weicher Untergrund ohne Löcher ist für das Dog Frisbee lernen und auch im Anschluss daran die beste Wahl. Ob verkehrsfreie Wiese, Rasen, Sand oder Pulverschnee – all diese Varianten kommen infrage. Hauptsache, Dein Hund knickt nicht in irgendwelchen Kuhlen um, überansprucht beim Springen und Landen nicht seine Knochen oder Gelenke oder läuft aus Versehen gegen gefährliche Gegenstände. Das bedeutet im Umkehrschluss: Bitte nicht auf Beton, Asphalt, Kies, Schotter beziehungsweise gefrorenen Wiesen spielen. Und natürlich ebenso wenig in der Nähe von Straßen, auf die Dein Liebling in seinem Trainingseifer unbeabsichtigt geraten könnte.


Dog Frisbee lernen: Schritt für Schritt Anleitung

Garantiert hast Du sie vor Augen: Die Fotos und Videos von Hundefrisbee-Spieler*innen und ihren Hunden, die Sprünge über den Kopf oder Körper und Absprünge vom Körper drauf haben. Doch bis dahin ist es ein etwas weiterer Weg, der viel Übung und Geduld voraussetzt. Deswegen möchte ich mich in diesem Artikel zunächst mit den Basics auseinandersetzen und Dir die vier wesentlichen Wurftechniken vorstellen. Doch bevor es soweit ist, vorab einige hilfreiche Infos zum Aufwärm-Programm.

  • Achte darauf, dass Deine vierbeinige Sportskanone etwa drei bis dreieinhalb Stunden vor dem Training nichts gefressen hat. Dadurch braucht ihr keine Angst vor Verdauungsstörungen oder anderen unangenehmen Effekten wie einem plötzlichen Übergeben beim Springen und / oder Landen zu haben.
  • Spielt zunächst ohne Frisbee miteinander. Dazu können Lauf- und Geschicklichkeitsübungen wie Slalom und Co. dienen. Auch ein bisschen Apportieren oder Verstecken sorgen dafür, dass Dein Hund bereits gleichmäßig aufgewärmt ist. On top ist er konzentriert, ohne übermäßig nervös zu sein.
  • Bist Du selbst fit im Frisbee-Werfen? Wenn nicht, sind zunächst einige Solo-Übungen auf der Wiese angesagt. Unkoordinierte Würfe sind für Deinen Vierbeiner schließlich noch schwieriger zu erwischen. Und gerade am Anfang solltest Du es ihm aus motivatorischen Gründen doch ein wenig leichter machen.

Alles klar? Dann kannst du quasi mit dem Training starten. Berücksichtige dabei eine wichtige Sache: Überfordere Deinen Hund nicht durch zu lange Einheiten. Immer wieder fünf Minuten und das zwei oder drei Mal am Tag bringen mehr als eine Viertelstunde am Stück. Dadurch bleibt die Frisbee für ihn länger und dauerhaft interessant. Erst recht, wenn Du die Einheit zu einem Zeitpunkt beendest, wenn er noch sehr aufmerksam dabei ist.

Dog Frisbee Online Einzelcoaching

  • Feedback zur Wurftechnik
  • Landung des Hundes
  • Aufbau von verschiedenen Körperabsprüngen
Karin Actun - Coaching für Hundehalter
Karin Actun – Coaching für Hundehalter

Die Triebförderung

Sobald ihr in das eigentliche Dog Frisbee lernen einsteigt, legst du alle Discs bereit, die der Hund aber nicht ohne Deine Erlaubnis nehmen darf. Zeige ihm eine Frisbee, nimm eine stabile Standposition ein und halte die Disc in ein wenig Abstand auf seine Kopfhöhe. Nun lockst Du ihn, auf dass er hinter der Disc herkommt und zeigst ihm, dass er die Disc packen soll – am besten in Verbindung mit dem Kommando „Catch“. Wiederhole den Vorgang einige Male und halte die Frisbee dabei in verschiedene Höhen, damit er sich daran gewöhnt, dass sie nicht immer nur auf seiner Kopfhöhe anzutreffen ist. Wenn dies reibungslos funktioniert, ist es an der Zeit für die nächsten Schritte.

Dog Frisbee Sprung
Freestyle Dog Frisbee Körper Sprung

Dog Frisbee Wurftechniken

Roller

Den Auftakt macht der Roller, der den Einstiegsgrundwurf schlechthin darstellt. Dabei handelt es sich nicht einmal direkt um einen Wurf im eigentlichen Sinne. Schließlich lässt Du das Wurfspielzeug über den Boden rollen – und zwar von Deinem Hund weg. Dies kann eine Weile dauern, sollte bei Gelingen aber ausgiebig mit Streicheleinheiten oder vielleicht auch dem einen oder anderen Leckerli belohnt werden. Wichtig dabei: Der Hund läuft erst auf Dein Kommando los – und der Wurf führt immer von Deinem Vierbeiner weg. Deswegen sollte der Hund immer hinter oder zumindest neben Dir stehen, um die Disc gut beobachten zu können.

Von der Technik her kannst Du Dich dabei an der Backhand orientieren. Nimm die Scheibe in die Wurfhand und lege die vier Finger in den Scheiben-Innenrand. Der Daumen befindet sich auf der Oberseite. Nun beugst Du das dazugehörigen Handgelenk so weit, dass sich Scheibe und Unterarm berühren. Anschließend drehst Du Handgelenk wie Scheibe im rechten Winkel nach oben und bewegst den Arm nach oben, wobei Du die Scheibe loslässt. Im Ergebnis müsste die Disc nach gut ein bis zwei Metern den Boden erreichen und ab dort fertig zum Fangen weiter geradeaus rollen.

Floater / Heber

Wenn Dein Hund mit dem Roller gut zurechtkommt, ist der Heber angesagt. Er ist mit dem gerade erwähnte Backhand-Wurf vergleichbar. Allerdings wirfst Du die Frisbee jetzt nicht Richtung Boden, sondern locker ein Stück in der Luft nach oben. Idealerweise schwebt sie dann langsam vergleichsweise dicht vor Deinem Körper gerade nach unten. Dies gelingt, indem Du ihr vor dem Abwurf per Hand einen kleinen Schwung nach oben verleihst. Damit dies funktioniert, darfst Du sie jedoch weder zu fest noch zu locker greifen. Eine ideale Übung, um mit Deinem Hund das Fangen der Frisbee aus der Luft heraus zu trainieren!

Rückhand

Wie bereits erwähnt, ist der Rückhand- oder auch Backhand-Wurf die Grundlage für den Roller. Falls Du beim Dog Frisbee lernen noch mehr daraus machen und vor allem weitere Würfe erzeugen möchtest, nur zu.

Dafür nimmst du wieder die Grundhaltung ein und hältst die Frisbee so, dass ihre Oberseite leicht schräg vor Deinem Körper steht. Dies hat den Vorteil, dass sie sich nach dem Abwurf selbst in der Luft stabilisiert. Jetzt klappst Du das Handgelenk ein und nimmst deinen Wurfarm bis zur Schulterhöhe hoch. Dabei stellen deine Schultern sowie Wurfarm und -hand eine gerade, auf das Ziel ausgerichtete Linie dar. Das Handgelenk streckst du erst direkt vor dem Frisbee-Abwurf, was für den idealen Spin sorgt. Gleichzeitig kommt der Schwung beim Abwurf von deiner Ausholbewegung; nicht aus dem Handgelenk.

Vorhandwurf

Die Vorhand kommt dir beim Dog Frisbee lernen ein bisschen Spanisch vor? Das kann natürlich sein, hat man sie doch nicht so sehr auf dem Schirm wie die Rückhand. Trotzdem kein Problem, wenn Du ans Tennis denkst und weißt, wie die Vorhand dort gelingt.

Lege zunächst den Mittel- oder Ringfinger plus Fingerkuppe in den Frisbee-Innenrand. Platziere zeitgleich den Daumen auf der Oberseite, sodass die Disc stabil liegt. Stelle Dich jetzt frontal zum Ziel hin und achte darauf, die Beine locker und schulterbreit auszurichten. Stelle die Frisbee etwas an und halte Wurfarm und -ellenbogen in einem rechten Winkel. Dein Oberarm liegt seitlich an Deinem Körper und Du führst lediglich den Unterarm nach hinten – inklusive überstrecktem Handgelenk. Beim Wurf selbst führst du den Unterarm entsprechend nach vorne und gibst knapp vor der Endposition das Handgelenk schwungvoll nach vorne frei. Gleichzeitig drücken deine Finger auf den Frisbee-Innenrand, was der Scheibe den gewünschten Spin verleiht.

Kombinationen

Du und Dein Hund, ihr seid Expert*innen in Bezug auf die einzelnen grundsätzlichen Wurftechniken? Dann könnt ihr sie freilich auch in den verschiedensten Kombinationen ausprobieren oder mit Sprüngen und anderen Tricks wie Wendungen und Slamlosläufen anreichern. Gerade in diesem Bereich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, was die Ratgeber-Literatur quasi unendlich macht. Übe mit Deinem Hund aber auf jeden Fall erst einmal alle Einzelkomponenten. So weiß er auch bei gemischten Übungen jederzeit, was er tun soll.

Hundefrisbee: eine einfache Anleitung

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Hundefrisbee Sport Disziplinen

Hundefrisbee Sport - Hund rennt hinter Frisbee her
Hundefrisbee Sport: Mini Distance

Dein Hund ist ein begeisterter Discdogging-Spieler und Du bist gerne mit ihm auf dem Platz? Glückwunsch! So kann es weitergehen – wenn Du möchtest, ja vielleicht sogar in einer dazu passenden offiziellen Gruppe und eventuell sogar in einem Wettkampf-Team? Falls Du Dich dafür genauer interessierst, bietet sich definitiv eine Schnupperstunde bei einem dafür passenden Verein an. Trotzdem möchte ich Dir schon vorab ein verraten, in welchen Varianten Profi Hundefrisbee gespielt wird. (Die ersten beiden sind offiziell anerkannte Wettkampf-Techniken.)

  • Freestyle: In dieser Variante entwickelst Du eine etwa zweiminütige Choreografie zu einer Musik Deiner Wahl, bei der Du je nach Regel zwischen sieben und zehn Discs wirfst. Dabei präsentierst Du sowohl unterschiedliche Wurftechniken (Vor- und Rückhand, Roller und Floater. Butterfly, Upsidedown, etc.) als auch Hundetricks wie Flip, ZickZack, Over o.ä.. Im Rahmen der Bewertung orientiert sich die Jury später an der Kreativität, dem Drive deines Hundes, der Komplexität Deiner Würfe, dem Fluss der Darbietung und den Reaktionen des Publikums.
  • Mini-Distance: Hier hast Du entweder 60 oder 90 Sekunden Zeit, so viele Discs wie möglich auf ein Feld mit verschiedenen Wertungszonen zu spielen. Punkte erhalten Du und Dein Hund jeweils dann, wenn er die Scheibe fängt und zu Dir zurückbringt. Das ist deshalb wichtig, weil nur mit einer Scheibe gespielt wird. Dafür sind Extra-Punkte für Luft-Fänge und Scheiben in der Bonus-Lande-Zone drin.
  • Long Distance: Diese Version funktioniert ohne Zeitbeschränkung und mit drei Discs. Wie der Name bereits verrät, müssen die Frisbees so weit wie möglich fliegen, bevor sie vom Hund geschnappt werden. Dabei darf der Hund erst nach der Scheibe die Startlinie überqueren; der weiteste gefangene Wurf ist Sieger.

FAQ

Ab wann Dog Frisbee lernen?

Hundefrisbee kannst Du mit Hunden üben, die bereits ausgewachsen sind und damit über eine gefestigte Muskel-, Gelenk- und Knochenstruktur verfügen. Das ist bei jungen Hunden abhängig von ihrer Rasse nach 18 Monaten oder etwas später der Fall. Doch selbst dann solltest Du sie erst langsam mit den leichteren Grundtechniken wie dem Roller oder Floater vertraut machen und nicht gleich die höchsten und schwersten Sprünge von ihnen verlangen. Eine vorsichtige Steigerung ist hierbei am besten und nachhaltigsten.

Ist Hundefrisbee gut oder schlecht für Hunde?

Sofern mit einem Hund trainiert wird, der den Anforderungen des Hundesports prinzipiell gewachsen ist (keine zu jungen oder schweren Hunde mit Gelenk-, Knochen- und / oder Atemproblemen), ist Hundefrisbee eine tolle Freizeitbeschäftigung. Durch sie werden Kraft, Koordination, Geschicklichkeit und das Reaktionsvermögen gefordert – und das auf eine vertrauensfördernde Art und Weise.

Grundvoraussetzungen sind allerdings, dass Du auf den richtigen Untergrund achtest und Deinen Hund beibringst, gelenkschonend zu springen und zu landen. Denn nur, wenn er zeitgleich auf allen Pfoten aufkommt, verteilt sich sein Gewicht gleichmäßig. Und natürlich muss das Dog Frisbee lernen und anschließende, dauerhafte Training immer mit positiven Eindrücken verbunden bleiben. Bedenke dabei, dass es bei einigen Vierbeinern ein Zuviel des Guten geben kann und sie trotz aller Begeisterung eine regelmäßige Pause benötigen. Alles im richtigen Maß – das gilt auch für den Spaß und Erfolg beim Discdogging.

Zusammenfassung

Mit ein wenig Vorbereitung, einem sicheren und nicht zu harten Spielgrund sowie einem gesund motivierten und fitten Hund ist Hundefrisbee eine tolle Sportart für alle, die mit ihrem Vierbeiner eine abwechslungsreiche Zeit im Grünen verbringen wollen. Von großer Relevanz ist dabei die Wahl der passenden Disc, die…

  • vergleichsweise weich,
  • aus unbedenklichen Materialien gefertigt und
  • in Durchmesser und Gewicht proportional zum Hund ist.

Aber auch das Team aus Werfer*in und Hund braucht ein gewisses technisches Können, um so richtig Spaß zu haben. Wesentlich dabei ist, dass der Mensch die verschiedenen Wurftechniken wie Roller, Floater, Vor- und Rückhand sicher beherrscht und dem Hund passgenaue Kommandos erteilt. Auf diese Weise wird das Dog Frisbee lernen nämlich erst so wirklich abwechslungsreich und kurzweilig. Und das kann der Vertiefung der gegenseitigen Bindung im positiven Sinne bestimmt nicht schaden!

Hast Du Dog Frisbee mit deinem Hund schon probiert? Schreib unten in die Kommentare!

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://hundespass.ch/hundefrisbee-erfolgreicher-aufbau/
[2] http://www.hundetrick.de/tricks/profi-tricks/frisbee-spielen/


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